Der Amerikanischer Hummer ist der schwerste Krebs der Welt - bis zu 20 Kilogramm kann so ein Tier wiegen.

Der Hummer

von Lucas Bröckel

Dieser Text ist im Rahmen der Schüler-Schreibwerkstatt “Wissensdinge – kreatives Schreiben zu Exponaten der Ausstellung” im Mai 2015 im Museum für Naturkunde entstanden.

Es regnete, als die Fischer den großen roten Hummer ins Boot zogen. Er war ziemlich groß für einen Hummer. Vier Stunden später trugen sie das Tier an Land und es wurde in einem Aquarium ausgestellt. Der Besitzer sah aus, als wäre er ein alter Pirat. Seine Haare waren weiß, er hatte einen langen Bart und auf seinem Kopf trug er immer ein rotes Tuch. Man konnte an seinen Narben erkennen, dass er viel in seinem Leben erlebt haben musste. Ansonsten trug er normale Kleidung am Körper.

Ein paar Wochen später kam der Bruder des Fischers, Harry, zu Besuch und bestaunte den großen Hummer. Er sagte, wie schön dieser sei und er sagte: „ich habe noch nie in meinem Leben so ein schönes Exemplar gesehen.“ Er fragte, ob er ihn haben könne, aber der Fischer sagte: „Nein.“. Harry ging traurig nach Hause. Zwei Wochen später hörte er, dass sein Bruder gestorben war. Er trauerte sehr um seinen Bruder, aber er erbte von ihm: sein Haus, die Fischerausrüstung, 154 000 Euro und den großen Hummer.

So sehr freute er sich über den großen Hummer, dass er vergaß, dass sein Bruder tot war. Harry liebte seinen Hummer sehr und kaufte sich von dem geerbten Geld ein Hummerweibchen und eine große Zuchtstation. Er züchtete viele Hummer und verkaufte sie an Fischhändler, seinen großen Hummer aber verkaufte er nie. Drei Jahre nachdem der Fischer gestorben war, starb auch das schöne Hummermännchen. Harry war extrem traurig und ließ den Hummer ausstopfen. In seinem Lieblingsmuseum sollte das Tier ausgestellt werden, dem Naturkundemuseum.

Weitere Texte aus der Schreibwerkstatt: Eine außergewöhnliche Freundschaft und Der verfluchte Zahn

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